Kommentar des FPR zur aktuellen Debatte über die Erinnerungskultur in der Neuen Mitte
Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg e.V. (FPR) ist das zentrale zivilgesellschaftliche Organ für Frauen- und Gleichstellungspolitik im Land Brandenburg. Mit seinen aktuell 23 Mitgliedsorganisationen arbeitet der FPR überparteilich und überkonfessionell mit dem Ziel, die Situation der Frauen in der Gesellschaft zu verbessern. Dazu gehört auch die Sichtbarkeit.
Der FPR mischt sich in die Debatte über die Umsetzung des Steuben Denkmals und eine Umbenennung des Platzes vor dem Landtag aus zwei Gründen ein.
Zum einen gehört es zu unseren Aufgaben, uns im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit, auch im Bereich der Erinnerungskultur gegen männliche Dominanz einzusetzen. Mit unserem Projekt FrauenOrte machen wir die vielseitige Geschichte Brandenburgs, die Biographien von Brandenburgerinnen, ihre Errungenschaften und Lebenswege sichtbar. Die kritische Auseinandersetzung innerhalb der Erinnerungskultur ist ein wichtiger Pfeiler dieser Arbeit.
Wir plädieren dafür, das Steuben-Denkmal an seinem Platz zu belassen. Angesichts der derzeit vorliegenden Erkenntnisse über ihn, ist es weder notwendig noch sinnvoll, ihn an prominenter Stelle noch mehr hervorzuheben, als dies bereits der Fall ist.
Zum anderen möchten wir uns für die Erinnerung an Helene Bürger durch eine entsprechende Benennung des Platzes vor dem Stadtschloss aussprechen.
Der Frauenpolitische Rat begrüßt die Sichtbarkeit von Frauen und ihren Biographien im öffentlichen Raum zu verstärken.
An die Erschießung von Helene Bürger an dem Ort des Geschehens zu erinnern, ist deshalb aus unserer Sicht nicht nur angemessen, sondern auch ein Zeichen der Solidarität mit mutigen Frauen, die ihr Leben im Einsatz für die Demokratie gelassen haben.
Unser Projekt FrauenOrte finden Sie hier: www.frauenorte-brandenburg.de/
Das vollständige Statement finden Sie hier: 20260626 Statement zur Umsetzung des Steubendenkmals


