Der FPR nimmt Abschied: In dankbarer Erinnerung an Brigitte Faber-Schmidt
Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Brigitte Faber-Schmidt erfahren. Mit ihr verliert Brandenburg eine herausragende Kulturmanagerin, eine engagierte Gestalterin des kulturellen Lebens im gesamten Flächenland und eine langjährige Wegbegleiterin des Frauenpolitischen Rates Land Brandenburg e.V..
Brigitte Faber-Schmidt hat die Kulturlandschaft Brandenburgs über Jahrzehnte geprägt. Mit ihrem feinen Gespür für Geschichte, gesellschaftliche Entwicklungen und kulturelle Teilhabe setzte sie sich dafür ein, dass die Vielfalt der Menschen und ihrer Geschichten sichtbar wird. Ihr Wirken reichte weit über Institutionen und Projekte hinaus – sie verstand Kultur als lebendigen Raum der Begegnung, des Erinnerns und des gesellschaftlichen Dialogs.
Für den Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg war Brigitte Faber-Schmidt von besonderer Bedeutung. Von Beginn an war sie eng mit dem Projekt FrauenOrte Brandenburg verbunden. Als Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg erkannte sie früh das Potenzial der Idee, die Leistungen und Lebensgeschichten von Frauen im Land sichtbar zu machen und dauerhaft im öffentlichen Raum zu verankern.
Viele Jahre später erinnern wir uns noch an die Anfänge dieses Projekts: Als Vertreterinnen des Frauenpolitischen Rates die Idee der FrauenOrte erstmals bei Kulturland Brandenburg vorstellten, gehörte Brigitte Faber-Schmidt zu denjenigen, die zuhörten, nachfragten und die Vision erkannten. Die Förderung durch Kulturland Brandenburg machte den Weg frei für ein Projekt, das inzwischen zu einem festen Bestandteil der brandenburgischen Erinnerungskultur geworden ist.
Doch Brigitte Faber-Schmidt war weit mehr als Förderin für die FrauenOrte. Sie brachte ihre Erfahrung, ihre Expertise und ihre Leidenschaft in den Beirat der FrauenOrte ein und unterstützte das Projekt über viele Jahre hinweg mit großem Interesse und persönlichem Engagement. Zeitweise übernahm sie zudem die Schirmherrschaft für die FrauenOrte Brandenburg. Ihr war bewusst, wie wichtig es ist, die oft übersehenen Geschichten von Frauen sichtbar zu machen und ihnen einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis unseres Landes zu geben. Mit ihrem beruflichen Wechsel zur Abteilungsleiterin des Kulturministeriums (MWFK) des Landes Brandenburg endete zwar ihre Schirmherrschaft des Projekts, dem Beirat der FrauenOrte blieb sie jedoch noch lang beratend und unterstützend als Gast erhalten.
Wir erinnern uns an Brigitte Faber-Schmidt als eine kluge, zugewandte und inspirierende Persönlichkeit. Sie verband Professionalität mit Herzlichkeit, Weitblick mit Bodenständigkeit und verstand es, Menschen für gemeinsame Anliegen zu gewinnen. Ihr Interesse an den FrauenOrten und ihr Vertrauen in die Idee haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt wachsen und sich entwickeln konnte.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freund*innen, sowie ihren zahlreichen Weggefährt*innen.
Wir werden Brigitte Faber-Schmidt ein ehrendes Andenken bewahren. Ihr Engagement für Kultur, Erinnerung und Sichtbarkeit wirkt weiter – auch in den FrauenOrten des Landes Brandenburg.

Besetzung des Beirats der FrauenOrte des Landes Brandenburg kurz nach dem Projektstart:
Von links oben: Kornelia Köppe, Heiderose Gerber, Bettina Panser, Brigitte Faber-Schmidt
unten: Sabina Scheuerer, Elke Liebs, Jeanette Toussaint
© Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg e.V., ca. 2010

Bergüßungsrede zur 11-jährigen Jubiläumsfeier der FrauenOrte im Schloss Reckahn 2021
Foto: Simone Ahrend

Gruppenfoto des ehem. Beirats der FrauenOrte Brandenburg, des ehem. Sprecherinnenrates des FPR und der ehem. „Frauenministerin“ Ursula Nonnemacher zur Ausstellungseröffnung der Wanderausstellung der FrauenOrte des Landes Brandenburg auf dem 11-jährigen Jubiläum am 11. September 2021
Foto: Simone Ahrend


