Der März geht uns alle an: Internationalen Wochen gegen Rassismus
Der März ist für den Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg traditionell eine besondere Zeit: Die Brandenburgischen Frauenwochen erinnern uns Jahr für Jahr daran, dass Gleichstellung keine Selbstverständlichkeit ist, dass Frauen* noch immer kämpfen müssen – für gleichen Lohn, gegen Gewalt, für Sichtbarkeit und Teilhabe.
In diesem Jahr kommt etwas hinzu, das uns als feministische Organisation besonders am Herzen liegt: Vom 16. bis 29. März 2026 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.Das Motto lautet: „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“
Diskriminierung ist nicht aufzuteilen
Wer feministisch denkt, weiß: Unterdrückung kommt selten allein. Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus – diese Systeme der Abwertung greifen ineinander, verstärken sich gegenseitig und treffen Menschen an mehreren Stellen gleichzeitig. Schwarze Frauen*, Migrantinnen*, queere Menschen of Color erleben Diskriminierung nicht als Addition, sondern als Verstrickung – in einer Gesellschaft, die sie an mehreren Fronten gleichzeitig angreift.
Wer also für Frauenrechte kämpft und dabei schweigt, wenn Rassismus um sich greift, kämpft nur für manche Frauen.
Das ist kein Feminismus – das ist Privilege.
Wut ist berechtigt. Aber Wut allein reicht nicht.
Ja, Rassismus ist Grund genug, wütend zu sein. Rassistische Gewalt, rassistische Strukturen, rassistische Alltagsdiskriminierung – das alles ist real, es verletzt und es tötet. Diese Wut ist politisch. Sie ist berechtigt. Sie soll nicht beschwichtigt werden und so hätte auch das Motto der diesjährigen BFW „WTF – Wut trifft Feminismus“ gepasst.
Aber das Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ der Internationalen Wochen erinnert uns daran, dass neben der Wut noch etwas anderes stehen muss: Zusammenhalt. Die 100 % Menschenwürde gelten für alle – ohne Ausnahme. Und dieses „Zusammen“ ist kein Aufruf zur Harmonie um jeden Preis. Es ist eine Einladung, Solidarität konkret zu machen. Über die eigene Betroffenheit hinaus.
Was das für uns bedeutet
Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg versteht sich als Teil einer breiten demokratischen Bewegung.
Wir ermutigen alle, die mit uns die Brandenburgischen Frauenwochen gestalten, auch die Angebote der Internationalen Wochen gegen Rassismus zu besuchen, zu unterstützen und sichtbar zu machen. Tragt eure Veranstaltungen in den bundesweiten Kalender der Stiftung gegen Rassismus ein. Vernetzt euch. Haltet zusammen und tragt das Miteinander über den März hinaus. Denn Rassismus und Ungleichheit verschwinden nicht nach Aktionswochen.
Weitere Infos finden sich auf der Seite vom Toleranten Brandenburg.


